Über den KRD-Blog

KRD ist keine existierende Gruppe mehr.

KRD war der Name einer südwestdeutschen Gruppe, die in den Jahren 1988-1992 aktiv war, unter anderem in der Solidaritätsarbeit mit der Linken Opposition in der DDR (vor allem der Vereinigten Linken).

Das KRD (Komitee für Rätedemokratie) setzte sich für einen Sozialismus auf der Basis von Arbeiterräten ein. Ein „Sozialismus“, der nicht auf der Basis von Arbeiterräten steht, ist keiner.

Um die Grundsätze eines auf Arbeiterräten basierenden Sozialismus weiter zu propagieren, dazu wurde dieser Blog eingerichtet.

Sozialismus bedeutet nämlich nicht blosse Verstaatlichung von irgendetwas, sondern Vergesellschaftung der Produktionsmittel im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung.

Frei gewählte und jederzeit abwählbare Räte sind daher ein entscheidendes Kennzeichen für Sozialismus. Die 1990 aufgelöste DDR war ein bürokratisch deformierter Arbeiterstaat, dem dieses entscheidende Kennzeichen fehlte. Dies bedingte dann auch den zwangsläufigen Untergang dieses Staates.

Die Propagandaapparate des niedergehenden Spätkapitalismus unternehmen alle Anstrengungen, um „Sozialismus“ für synonym zu erklären mit bürokratischer Planwirtschaft, Bevormundung, Zwangsarbeit, politischer Uniformität, unkontrollierbaren Führungs- und Cliquenstrukturen, kurz, alles was besser als Stalinismus bezeichnet werden sollte.

Die Räterepublik als prägende Form eines sozialistischen Arbeiterstaates zu propagieren und zu erklären war das urspüngliche erklärte Ziel dieses Blogs.

Seit 2011 dient dieser Blog der historischen Dokumentation der Geschichte einiger kleiner trotzkistischer Gruppen im südwestdeutschen Raum, deren praktische Erfahrungen nicht in Vergessenheit geraten sollten.

Das im Kopf bezeichnete „Komitee für Rätedemokratie“ existiert in keiner organisierten Form, sondern ist eine Idee, eine Vision. Dieser Kopf existiert so seit Eröffnung dieses Blogs, um alle Leser zu ermuntern, sich selbst mit Gleichgesinnten unter einem solchen oder ähnlichen Namen zusammenzuschliessen, von unten, selbstbestimmt.

Mit einer realen Gruppe, die eventuell  auch unter dem Namen „KRD“  auftritt, hat dieser Blog nichts zu tun. Der Betreiber dieses Blogs war so naiv, von 9/2010 bis 6/2011 mit einer um einen Polit-Guru kreisenden Wohngemeinschaft eine Zusammenarbeit zu versuchen.  Diese Gruppe sieht – aus welchem Grund auch immer – ihren Hauptfeind vor allem in der „linken Szene“ (was immer das sein soll). Es handelte sich aber um einen Bluff, es ging nur um Übernahme des Namens KRD und um Übernahme politischer Kontakte. Dieser Blog hier hat definitiv nichts damit  zu tun.  Alle daraus erwachsenden Verwechslungen werden bedauert.

Wer mit dem Betreiber dieses Blogs in Kontakt treten will,  der wird gebeten, einfach an karasu.danketsu[at]gmx.de eine nette Mail zu schreiben.

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4 Responses to Über den KRD-Blog

  1. Es ist nicht mehr fern, unser Land.
    Die Gewaltfrage ist von Jörg treffend beschrieben. In Afrika gab es schon 50 bis 100 Tote, in Ägypten 5 und in Haiti mehrere. Da das Kapital auch in Europa mit Hungerrevolten rechnet, hat es im Eu-Vertrag Todesschüsse auf Demos und Todesstrafe vorgesehen. Nur, wenn in Hungerdemos 5 Arbeiter oder Angestellte erschossen werden (also ich rede nicht von einem erschossenen Student in Genua), dann ist die Arbeiterklasse nicht mehr aufzuhalten. Dann kommt es richtig zum Aufstand. Aber in vielen Ländern, besonders USA, China und Russland wird es noch ein böses Gemetzel geben, in Milwaukee gab es schon Hungerunruhen.
    http://www.jsonline.com/story/index.aspx?id=764962
    Konrad, Du weißt doch aus der Arbeitergeschichte, dass es immer spontan zu Vorrevolutionen (Russland 1905, 1917 Februarrevolution, Ungarn 1956, Portugal 1974, Iran 1979) und der Entstehung der ersten Räte gekommen ist, ohne Partei. In Ungarn und Iran gab es Räte, aber keine revolutionäre Partei. Die meisten iranischen Ex-Stalinisten wissen doch heute noch nicht, dass es im Iran Räte (Schoras) gab.
    http://www.internationalesozialisten.de/Buecher/SWP/Iran%201979.pdf
    Nur die Reifung der Räte und die Vollendung einer Revolution bedarf einer revolutionären Partei. Deshalb kam es nur in Russland zu der vollendeten Revolution 1917.
    Es gibt heute zwei wesentliche Unterschiede zu allen vorangegangen Revolutionen.
    Der Anteil der Arbeit und damit die Quelle des Mehrwertes ist nur noch verschwindend gering bei der technischen und organischen Zusammensetzung des Kapitals (Roboter, NC-Maschinen). Auch, wenn im Krieg wie im 2. Weltkrieg 15% der Produktionsanlagen zerstört werden, würden Roboter die wiederherstellen und niemand verdient daran. Profitproduktion lohnt sich nicht mehr in der Marktwirtschaft.
    Die Grenzen des Marktes sind mit China erreicht. Wohin will man dann seinen Überschuss, der immer durch Rationalisierungen & Entlassungen entsteht, dann noch hin exportieren, wohin?
    http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=2553&Itemid=130
    Die Marktwirtschaft hat sich selber wegrationalisiert. Die Herrschenden können dann nur noch mit einer industriellen Sklavenhaltergesellschaft mit Weltmonopol ihre Herrschaft aufrecht halten, das hieße heute Atomkrieg bis zur Vernichtung der Menschheit.
    Der Kapitalismus wird auf alle Fälle verrecken, die Frage ist nur wie. Sozialismus oder Barbarei. Bis zum 11.9.2001sagte ich, der Kapitalismus hat noch eine lange Vitalität, aber ab Nine eleven wird sein Untergang vorangetrieben. Nach Nahrungsmittelspekulation kommt nur noch Dauerweltkrieg. Da sieht die Deutsche Bank bei einem Ölpreis von 200$ die Marktwirtschaft kollabieren, es herrscht das große Zittern in den Vorstandsetagen, aber die Linke ist nicht aus der Ruhe zu bringen und bescheinigt dem Kapital noch ein langes Leben. Wenigstens haben die Manager Marx’ Kapital verstanden, viele haben das auch studiert. Kapitalismus hat fertig.
    In Vietnam und Ägypten gibt es schon massenhaft wilde Streiks mit Streikräten, der Vorform von Arbeiterräten. In Deutschland muss die linke mit einer Zunge die Statistiklügen entlarven, wie es Adi fordert, und den Gewerkschaften Dampf machen, zweistellige Lohnerhöhungen zu fordern.
    Es ist nicht mehr fern, unser Land.
    Norbert

  2. Ich halte die Idee eines Komitees für Rätedemokratie äußerst lobenswert und in eine zukunftsträchtige Richtung weisend. Allerdings bleiben einige strittige Punkte, welche die Gefahr beinhalten, alte historische Fehler abermals zu begehen. Ich versuche meine Kritik an den Ansätzen des KRD so kurz wie möglich zu halten.

    Norbert Nelte meint, die sozialen Revolten welche Räte hervorbrachten scheiterten aufgrund des Fehlens Arbeiterpartei welche die Staatsmacht ergreift. Ich halte dies für keinesfalls begründet.

    Im Gegenteil dürfte das Modell der leninistischen Kaderpartei und die „Zwei-Phasen-Theorie“ eines scheinbar geschichtsdeterministischen Ablaufs Kapitalismus -> Sozialismus -> Kommunismus historisch überholt und aufgrund der damit einhergehenden Erfahrungen im 21. Jahrhundert ein lächerlicher Anachronismus sein.

    Marx selbst war es, der in Erfahrung der Pariser Kommune 1871 im Unterschied zum Manifest der Kommunistischen Partei sinngemäß formulierte, dass die Arbeiter die Staatsmaschinerie nicht für ihre Zwecke in Bewegung setzen kann. Er selbst sah den Umsturz der bürgerlichen Gesellschaft als eine soziale Revolution – im Unterschied zur politischen! – an, welche mit jeder Klassenherrschaft Schluss macht.

    Der Begriff einer „Diktatur des Proletariats“ welcher die Klassenherrschaft – wenn auch als „Übergangsphase“ – einfach umkehren will entwickelt sich hierbei zu einem dialektischen Unding.

    Die Geschichte hat gezeigt: Staat bleibt Staat, Warenproduktion bleibt Warenproduktion, ob „sozialistisch“ oder „proletarisch“ bezeichnet. Eine Überwindung des Kapitalismus kann nur die Selbstauflösung des Proletariats bedeuten, bereits während (!) des Prozesses.

    Erst so wird der Kommunismus als „wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt“ verstanden und die Gefahr einer erneuerlichten Staatsbürokratie verhindert.

    Konkret bedeutet all das: Mit der Aneignung der Produktionsmittel durch die Arbeiterinnen und Arbeiter müssen diese sofort dazu übergehen die Warenproduktion und den Staat zu überwinden um sie durch eine „Assoziation freier Produzenten“ (Marx) zu ersetzen. Dabei bildet die Pariser Kommune m.E. weiterhin die „endlich entdeckte Form“ (Marx) der menschlichen Emanzipation dar.

    Die Räte bilden hierbei nur wirklich eine emanzipatorische Perspektive wenn sie die Warenproduktion hinter sich lassen. Solange das Wertgesetz besteht, ob „bewusst angewendet“ (wie im Schein-Sozialismus der RGW-Staaten) verkommen die Räte entweder zu bloßen Organen genossenschaftlich, über den Markt vermittelter Betriebe (titoistisches Jugoslawien) oder verkümmern und geben ihre Macht an Partei und Staat ab (Sowjetunion).

    Diese Fragen sollte die antikapitalistische Linke diskutieren. Sie sind m.M.n bis heute nicht offen debattiert. Darüber hinaus ist auf Basis dieser Analyse die Herangehensweise an den Fragen Politik, Staat, Macht, Parlamentarismus und Partei neu auszurichten.

    • kargast sagt:

      Danke für deinen – teilweise sehr verwirrenden – Kommentar.
      Gut diskutieren wir.
      Zunächst: Norbert Nelte ist nicht Mitglied des KRD, es macht also keinen Sinn, seine Positionen anzugreifen und das KRD damit zu meinen.
      Allerdings: klar hat N.N. recht, wenn er sagt, dass es immer zur Entstehung von Räten gekommen ist, auch ohne eine existierende Partei, die sich explizit auf die Rätemacht bezieht. Grundsätzlich stimme ich auch N.N. These zu, dass das Fehlen einer „Partei der Räte“ eigentlich immer dazu führte, dass die gerade herausgebildeten Räte durch die Gegenrevolution zerstört wurden.
      Das hältst du für „unbegründet“. Dann zeige mir bitte einen Rätestaat (ohneirgendeine Partei), der die Konterrevolution überlebt hat, nur dann kannst du das „unbegründet“ aufrecht erhalten.
      Statt dessen behauptest du etwas von der „Überholtheit“ von
      1. „dem Modell der leninistischen Kaderpartei“
      2. einer „Zwei-Phasen-Theorie“ „eines scheinbar geschichtsdeterministischen Ablaufs Kapitalismus -> Sozialismus -> Kommunismus“
      Du meinst, „aufgrund der damit einhergehenden Erfahrungen im 21. Jahrhundert“ (welche?) wären diese beiden Dinge „ein lächerlicher Anachronismus“.

      Schöne Theorie, ich habe in CIA-Papieren gelesen, welche Konstrukte sich diese Apparate so ausdenken, um Verwirrung in die Linke hineinzutragen. Dass irgendwas „überholt“ sei ist ein beliebtes Argumentationsmuster. So behauptete ja Gregor Gysi in seiner Israelrede (die vom Mossad geschrieben worden war), dass der „Antiimperialismus“ „überholt“ sei, weil es irgendwie keinen Imperialismus mehr gäbe.
      Lustig, und allenfalls für Blödiane geeignet, um darauf reinzufallen.
      (Ich unterstelle dir nicht, von der CIA zu sein, versteh mich nicht falsch, aber ich kenne die Methoden der Einflussnahme dieser Leute auf die „öffentliche Meinung“ sehr gut und weiß, dass sie sehr weitreichend sind).

      Was ist das „Modell der leninistischen Kaderpartei“?
      Entgegen allen historischen Mythen ist es sehr einfach zu verstehen. Anfang des 20 Jahrhunderts unterwanderte die zaristische Geheimpolizei Ochrana systematisch die (zahlenmäßig kleine) Arbeiterbewegung, die Bauernbewegung usw, um sie zu zerschlagen.
      Sozialdemokratische Arbeitervereine wurden zerschlagen, wann immer sie entstanden, stattdessen Arbeitervereine unter Staatsaufsicht gegründet.
      1905 führte der Agent Provokateur Gapon die Arbeiter vor die Gewehrläufe der Reaktion.
      Um 1912 bestand das Zentralkomitee der Sozialrevolutionären Partei mehrheitlich aus Ochrana-Spitzeln.
      Lenin und seinen Genossen war dies im wesentlichen bekannt und er arbeitete mit aller Kraft an einer Organisation, die dieser feindlichen Einflussnahme widerstehen konnte.
      Dogmatische Dummköpfe machten später daraus ein „Modell“, das je nach Standort entweder bekämpft oder befürwortet wurde.
      Auch heute haben wir diese feindliche Einflussnahme, mehr denn je zuvor. Alle ehemaligen Organisationen der Arbeiterbewegung befinden sich unter direkter Kontrolle kapitalistischer Apparate. Wie schon früher gründen diese Apparate für alle Fälle auch (pseudo-)linke Gruppen (wie die „Antideutschen“ z.B.).
      Die Presse (auch die sogenannte „Linke“) ist perfekt gleichgeschaltet.
      Eine revolutionäre und sozialistische Organisation der Zukunft wird dem allen standhalten müssen, und sie wird alle Eigenschaften besitzen müssen, damit sie auch wirklich stand hält und voran gehen kann.
      Ist das ein „Modell“?
      Ja und nein. Ohne Organisationen mit Masseneinfluss, die sich die Abschaffung des Kapitalismus zum Ziel gesetzt haben, wird es auch keine Abschaffung des Kapitalismus geben, ganz einfach. Und diese Organisationen müssen standhalten und voran gehen können.
      Ganz einfach. Thema abgehakt.
      Zum scheinbar „überholten“ „geschichtsdeterministischen Ablaufs Kapitalismus -> Sozialismus -> Kommunismus “
      Was soll daran überholt sein? Es wäre nur dann überholt, wenn es irgendwo eine kommunistische Gesellschaft gäbe, die nicht durch das Stadium der Abschaffung des Kapitalismus und des Sozialismus hätte gehenj müssen.
      Gibt es so etwas irgendwo? Nein.
      Also ist die These der „Überholtheit“ die übliche Phrase aus den Think Tanks der CIA, wonach im Zweifelsfall alles „überholt“ ist, was den Kapitalismus und seine
      Verewigung in Frage stellt. Nicht dass ich dir da was unterstellen will, aber ich weiß doch, wie die imperiale Propaganda funktioniert. Auf wikileaks kann man die CIA-Denkschriften dazu lesen.
      Kommunismus = Gesamtgesellschaftliches System anziehender Arbeit, Freiheit in der Liebe auf der Grundlage der Vergesellschaftung von Produktionsmitteln und Rohstoffen – „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“.
      So ein System lässt sich nicht von heute auf morgen einführen, es braucht dazu gewisse Voraussetzungen, z.B.
      – die „Kleinigkeit“ der Expropriation der Expropriateure, Beschlagnahme aller Großbanken, Übernahme der Kontrolle der Großbetriebe durch die Belegschaften
      – eine gesamtgesellschaftliche Organisation der anziehenden Arbeit
      – Verwirklichung einer garantistischen Ordnung (gesichertes Grundeinkommen)
      – Zusammenschluss der Gesellschaft in Genossenschaften auf allen Ebenen
      Oder?
      Sind diese Voraussetzungen bereits geschaffen?
      Nein.
      Was also ist daran „überholt“?
      Ich weiß, dass die Think Tanks, die „linke“ Konzepte erfinden (so sind die „Antideutschen“ eine echte Laborzüchtung), in das „Wertgesetz“ geradezu verliebt sind, weil sich daraus jede Menge haarsträubender Unsinn konstruieren lässt (etwa dass es antisemitisch wäre, die Enteignung der Banken zu fordern).
      Das Wertgesetz wird immer bestehen, so einfach ist das, weil es eine mathematische Gesetzmäßigkeit ist.
      Im Garantismus/Sozialismus müssen allerdings die Bedingungen geschaffen werden, dass dieses Wertgesetz seinen Einfluss auf die Ökonomie verliert, indem sie nämlich zuerst in eine genossenschaftliche Ordnung überführt wird (Garantismus/Sozialismus), die dann das Steuerregulativ der anziehenden Arbeit anstelle des Wertgesetzes zur Geltung bringt (Übergang in den Kommunismus), was sicherlich ein längerer, aber hochkomplexer Prozess ist.
      Sorry, ich sehe daran nichts „überholt“.
      Und es muss ein Bewusstsein, eine Klaheit über diese Prozesse bestehen, und zwar kollektiv, durch die bewusstesten Teile der Arbeiterklasse. Und die Arbeiterklasse sind jene 70-80% der Bevölkerung, die nichts besitzen ausser ihrer Arbeitskraft. Es versteht sich von selbst, dass diese bewussten Teile der 70-80% sich in einer geeigneten Weise organisiseren müssen, weil sie sonst nicht wirksam sein können. Traditionell nennt man so etwas Partei.
      Gewiss können es auch mehrere sein, aber selbst die müssen zusammenwirken können gegen die kapitalistischen Apparate, um jene 70-80% sowie deren Verbündete in den restlichen 20-30% zusammenführen zu können.
      Auch das ist alles andere als „überholt“, es ist aber wichtig, hinter den teilweise wirklich zu unverständlichen Formeln erstarrten „Zitaten“ sozialistischer „Altvorderer“ (Erbe des Stalinismus) die realen Hintergründe zu verstehen.
      Beispiel russische Revolution.
      Die russische Revolution war eine sozialistische Revolution unter präkapitalistischen Bedingungen. Klar musste diese Revolution degenerieren, wenn sie isoliert blieb. Und sie blieb isoliert. Unter diesen Umständen war der Rückfall in die kulturellen Formen der russischen Vergangenheit fast unvermeidlich (Stalinismus als kulturelle Wiederkehr des Zarismus). Dieser Prozess der Degeneration hat ursächlich nicht mit dem Verhältnis Räte – revoluitionäre Partei zu tun.
      Ohne eine Partei der Räte hätte die russische Revolution nie stattgefunden (und insofern auch ihre Degeneration nicht).

  3. @Kargast, ich glaube, es wäre besser die genannten Punkte bei einem Treffen zu besprechen, sofern meine Mailadresse einlesbar ist und Du aus Berlin kommst, wäre es sicherlich fruchtbarer das unter vier oder mehreren Augen auszudiskutieren.

    Rote Grüße

    Lasse

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